Das Untermenü Punktkonstruktion
In Grafis wird mit den Konstruktionsobjekten Punkt und Linie gearbeitet. Für das Konstruieren dieser Objekte sind die Untermenüs Punkt- und Richtungskonstruktion besonders wichtig.
Mit dem Werkzeug Punkt wird ein Punktobjekt erzeugt. Das Werkzeug Punkt nutzt das Untermenü Punktkonstruktion für die Konstruktion der Lage des Punktobjektes.
Mit dem Werkzeug Linie wird ein Linienobjekt erzeugt. Das Werkzeug Linie nutzt das Untermenü Punktkonstruktion für die Konstruktion der Lagen von Anfangs- und Endpunkt der Linie.
Da die Punktlage sowohl für die Modellgröße als auch für alle anderen Größen bestimmt wird, muss bei jedem Konstruktionsschritt gut überlegt werden, welche Variante der Punktkonstruktion im konkreten Schritt sinnvoll ist. Auf einer Linie der Länge 100mm liegen die bei 20% und 20mm konstruierten Punkte auf der gleichen Stelle. Ändert sich die Linienlänge beim Gradieren, dann liegen die Punkte an unterschiedlichen Stellen.
Es gibt folgende Varianten zur Konstrution der Punktlage:
| Beschreibung |
Shortcuts |
|
| Freier Modus |
Es ist keine spezielle Variante aktiv. Die Variante ergibt sich aus der Cursorposition. Kombination aus Pick Punkt Drücken der <Shift>-Taste führt zur Auswahl des Anfangs- oder Endpunktes einer Linie.
|
|
| Pick Punkt
|
Anbinden an ein vorhandenes Punktobjekt | |
| Pick Linie |
Anbinden an eine Linie an der zum Cursor nächstliegenden relativen Position Drücken der <Shift>-Taste führt zur Auswahl des Anfangs- oder Endpunktes einer Linie.
|
|
| relative Länge
|
Anbinden an eine Linie auf einer relativen Länge Der relative Wert wird entweder eingegeben oder mit/ohne Raster über die Cursorposition bestimmt. |
|
| Teillänge
|
Anbinden an eine Linie auf einer Teillänge Der Wert für die Teillänge wird entweder eingegeben oder mit/ohne Raster über die Cursorposition bestimmt. |
|
| Schnittpunkt
|
Anbinden an einen Schnittpunkt zweier Linien oder Kurven |
|
| XY-Koordinaten
|
Position aus den X- und Y-Koordinaten bezogen auf den Koordinatenursprung Die X- und Y-Koordinaten werden entweder eingegeben oder mit/ohne Raster über die Cursorposition bestimmt. |
|
|
Raster |
Raster aktivieren / Rasterwert niedriger / Rasterwert höher |
|
Shortcuts der Punktkonstruktion
Ist im Untermenü Punktkonstruktion kein Button gedrückt, dann ist der Freie Modus
Im Freien Modus sind im Untermenü Punktkonstruktion die Varianten Punkt, Linie und Freihand-Punkt gleichzeitig aktiv.
Der Freie Modus ist aktiv wenn kein Button gedrückt ist.
Shortcut <F> aktiv. Im Freien Modus sind die Punktkonstruktionen Pick Punkt
, Pick Linie
und Freihand-Punkt gleichzeitig aktiv. Freihand-Punkte befinden sich in allen Größen an gleicher Stelle im Koordinatensystem. Freihand-Punkte sollten vermieden und nur in Sonderfällen genutzt werden, da sie keine Gradierinformation enthalten.
Ist Pick Punkt
aktiv, können nur bereits vorhandenen Punktobjekte der Konstruktion gepickt werden.
Beim Gradieren ist ein mit Pick Punkt
gesetzter Punkt immer an den gepickten Punkt gebunden.
Mit Pick Linie
wird ein Punkt auf einer Linie konstruiert, und zwar an der zum Cursor nächstliegenden Position auf der Linie. Beim Gradieren wird dieser Punkt relativ zur Linienlänge mitgeführt. Bei dieser Konstruktionsart ist auf die Basislinie zu achten, die nicht unnötig über Ecken hinweg gekoppelt sein sollte. Ein Punkt auf der Seitennaht wird anders gradiert, wenn die Seitennaht noch mit dem Saum gekoppelt ist. In diesem Fall wird der Punkt relativ zur Länge der gekoppelten Seiten- und Saumnaht gradiert.
Mit der Variante relative Länge
wird ein Punkt auf einer relativen Länge einer Linie erzeugt. Die relative Länge in % bezieht sich auf die Gesamtlänge der Linie. Beim Anklicken der Linie ist das Rechtsprinzip
Für bestimmte Konstruktionsvorgänge muss festgelegt werden, was der Anfang und das Ende einer Linie ist. Die Linie erhält eine Richtung.
Grafis unterstützt den Anwender durch den sogenannten „Rechtsprinzip‐Cursor“, der zusätzlich einen Richtungs‐Anzeiger hat. zu berücksichtigen, da die relative Länge vom Anfang der Linie gemessen wird.
Die relative Länge kann als fester Wert oder als X-, G- oder Z-Wert eingetragen werden. Ist kein Wert hinterlegt, dann bestimmt die Cursorposition die relative Länge. Dabei kann mit oder ohne Rasterwert gearbeitet werden.
Mit der Variante Teillänge
wird ein Punkt auf einer Teillänge einer Linie erzeugt. Beim anklicken der Linie ist das Rechtsprinzip
Für bestimmte Konstruktionsvorgänge muss festgelegt werden, was der Anfang und das Ende einer Linie ist. Die Linie erhält eine Richtung.
Grafis unterstützt den Anwender durch den sogenannten „Rechtsprinzip‐Cursor“, der zusätzlich einen Richtungs‐Anzeiger hat. zu berücksichtigen, da die Teillänge vom Anfang der Linie gemessen wird.
Die Teillänge kann als fester Wert oder als X-, G- oder Z-Wert eingetragen werden.
Ist kein Wert hinterlegt, dann bestimmt die Cursorposition die Teillänge. Dabei kann mit oder ohne Rasterwert gearbeitet werden.
Als Wert für die Teillänge kann auch ein X-, G- oder Z-Wert eingetragen werden.
Mit Schnittpunkt
wird ein Punkt als Schnittpunkt zweier Linien oder Kurven gebildet. Die zwei Linien und/oder Kurven sind nacheinander anzuklicken. Am Cursor erscheint
, wenn die erste Linie anzuklicken ist, und
, wenn die zweite Linie anzuklicken ist. Die erste angeklickte Linie wird farblich hervorgehoben. Im Zustand
erscheint beim Berühren der zweiten Linie zusätzlich ein grüner Kreis an der Position, an der der Schnittpunkt gebildet wird. Ein Schnittpunkt wird auch dann konstruiert, wenn sich beide Linien erst in der Verlängerung (max. 500mm) schneiden. Achten Sie darauf, dass sich die Linien auch beim Gradieren tatsächlich schneiden, da beim Überschreiten der 500mm-Grenze Warnungen angezeigt werden.
Die Lage der XY-Punkte bezieht sich allein auf den Koordinatenursprung, siehe Geometrische Grundlagen. Die Punkte sind an keine Objekte der Konstruktion angebunden. Sie bleiben auch beim Gradieren an gleicher Stelle liegen.
Die X- und Y-Koordinaten können als fester Wert oder als X-, G- oder Z-Wert eingetragen werden.
XY-Punkte sollten nur für „Nullauf-Konstruktionen“ in Verbindung mit den Konstruktionsparametern X-, G- und Z-Werten verwendet werden.